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30.1.2008 von Christine.
Über die Ausbildung zum Schreiner
Interview am 30.06.2008
Schreiner, David Schwellenbach, 23 Jahre
Wie kamst du zu diesem Beruf?
Durch Zufall. Vorher war ich in einer Lehre zum Kunstschmied. Nach einem Jahr habe ich ganz ungeplant ein Praktikum beim Schreiner gemacht. Das hat mir so gut gefallen, da bin ich direkt da geblieben…
Was ist besonders anstrengend bei der Arbeit als Schreiner?
Die Handarbeit – z.B. von Hand hobeln, sägen und schleifen.
Was lernt man genau in der Ausbildung?
Das Arbeiten mit Holz natürlich, das erfordert viel Ausdauer. Man lernt im Team zu arbeiten und das Umgehen mit Werkzeugen und Maschinen.
Warum ist das Arbeiten im Team wichtig?
Schnelles Arbeiten geht nur im Team. Jeder hat seine Aufgabe: einer schneidet zu, einer fixiert, einer isoliert… da muss man sich aufeinander verlassen.
Welche Voraussetzungen braucht man in diesem Beruf? Kann ihn jeder machen?
Man braucht räumliches Vorstellungsvermögen. Man muss gut in Mathe sein. Und man braucht Freude am Beruf.
Wie sieht die berufliche Perspektive nach der Ausbildung aus?
Gut. Solange man einen Autoführerschein hat! Man muss schon mobil sein.
Wie geht man mit anspruchsvollen Kunden um? Hat man als Schreiner viel Kundenkontakt?
Man muss mit ihnen freundlich umgehen und auf ihre Wünsche eingehen. Kundenkontakt hat man viel bei der Planung und der Auslieferung von Möbelstücken.
Was macht dir an diesem Beruf besonders Spaß?
Das Drechseln, weil man da seiner Kreativität am meisten freien Lauf lassen kann.
Drechseln?
Ein rotierendes Holzstück wird gefräst, z.B. können so Stuhlbeine verziert werden.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Weil Schreiner einer der Berufe ist, wo noch Wert auf Tradition gelegt wird – sprich viel Handarbeit, klassische Handwerkzeuge…
Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der auch diesen Beruf wählen möchte?
Selbständig für sich alles auszuprobieren um die eigenen Stärken zu finden. Meine Stärken sind beispielsweise das Drechseln und die Handarbeit.
Vielen Dank für das Interview!
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Dieser Artikel wurde von der BIMA-Medienwerkstatt verfasst. BIMA ist ein Projekt zu berufsspezifischen Inhalten mit medienpädagogischen Angeboten des Palais e.V. in Kooperation mit der ArGe Stadt Trier und dem Europäischen Sozialfonds.
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15.10.2007 von Markus B.
Ausbildung zum / zur Erzieher/in
Interview am 15.10.07
mit Verena Witt, 24 Jahre, seit 4 Jahren Erzieherin
tr4u:Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Erzieher/in zu werden?
Man muss mindestens die Mittlere Reife haben. Dann muss man allerdings vor der Ausbildung als Erzieherin eine zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin machen. Hat man Abitur, kann man sofort die Erzieher/innenausbildung machen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildungszeit zum / zur Erzieher/in mit Realschulabschluss beträgt 5 Jahre (2 Jahre Sozialassistent/in, 3 Jahre die eigentliche Erzieher/innenausbildung).
Wie verläuft die Ausbildung (schulisch + praktisch)?
In der staatlichen Schule dauert die Ausbildung zur Sozialassistentin 2 Jahre. Im ersten Jahr hat man einen Praxistag pro Woche, im zweiten Jahr zwei. In der Katholischen Fachschule braucht man ebenfalls 2 Jahre. Dort macht man allerdings vier Praktika, jeweils fünf Wochen vor Weihnachten und den Sommerferien. In der Ausbildung zur Erzieherin geht man erst einmal zwei Jahre zur Schule und absolviert zwei Praktika à 6 Wochen. Im dritten Jahr macht man ein Berufspraktikum, zwischendurch hat man immer mal wieder Blockunterricht.
Was ist toll am Beruf der Erzieherin?
Es ist schön, dass man Kontakte zu den verschiedenen Menschen hat und sie auf ihrem Weg ins Leben begleiten darf. Durch die unterschiedlichen Charaktere der Kinder ist der Beruf ziemlich abwechslungsreich.
Was ist weniger toll?
Es ist eigentlich wie in vielen anderen Berufen: Aufgrund der unterschiedlichen individuellen Persönlichkeiten der Erzieherin hat jeder verschiedene Ansichten.
Wo haben Sie während der Ausbildung gearbeitet?
Ich habe zuerst einmal im Osburger Regelkindergarten ein Vorpraktikum absolviert. In der Erzieher/innenschule habe ich im ersten Jahr ein sechswöchiges Praktikum in Mertesdorf und im zweiten Jahr ebenfalls ein sechswöchiges Praktikum in Reinsfeld absolviert.
Wie sieht die berufliche Perspektive nach der Ausbildung aus?
Durch die wenigen Arbeitsplätze sollte man offen und flexibel für die verschiedenen möglichen Arbeitsbereiche für Erzieher/innen sein. Man kann alternativ zum Beispiel in Krippen, Kindertagesstätten (Kitas) und Kinderhorten eine Anstellung finden. Anders als in Kindergärten und -tagesstätten werden in Krippen Kinder im Alter von 8 Wochen bis 3 Jahre betreut. In Horten arbeitet man eher mit Schulkindern, die nach ihrem Unterricht dort betreut werden. Zudem hat man die Möglichkeit bspw. in Sonderschulen und Wohnheimen zu arbeiten.
Warum wollten Sie Erzieherin werden?
Da ich als Kind und Jugendlicher schon immer gerne mit anderen Menschen in Kontakt getreten bin und häufiger auf Babys und Kinder aufgepasst habe, war für mich klar, dass ich den Beruf der Erzieherin ausüben möchte.
Was denkt Ihre Familie/Freunde darüber, dass Sie Erzieherin sind?
Einige meiner Freunde denken, Erzieherin wäre ein absolut einfacher Job. Du spielst den ganzen Tag und trinkst Kaffee. Sie denken, dass es in diesem Beruf keinerlei Schwierigkeiten gibt, da man es nur mit Kindern zu tun hat. Dabei bedenken sie nicht, dass man während der Arbeitszeit die Erziehung der Kinder übernimmt, somit nur auf sie fixiert ist und auch eine große Verantwortung übernimmt.
Wie viel verdient man als Erzieher/in?
Der Verdienst fällt unterschiedlich aus, da dieser sich an den Richtlinien des jeweiligen Trägers orientiert. Viele sagen der Beruf ist unterbezahlt (es sei den man arbeitet in Luxemburg)
Wie sind Ihre Arbeitszeiten?
Ich beginne morgens um 6.45 Uhr. Mein Arbeitstag geht dann unterschiedlich lange, mal bis 14.30 Uhr, mal bis 15.15 Uhr und einmal auch bis 16.45 Uhr. Diese Arbeitszeiten gelten allerdings nur für mich, da jeder Kindergarten unterschiedliche Öffnungs- und somit auch Arbeitszeiten hat.
Vielen Dank für das Interview.
Interview: Sabrina Hoppmann
Vor- und Nachbereitung: Natascha Schuh, Daniela Böhm, Sonja Lamberty
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Dieser Artikel wurde von der BIMA-Medienwerkstatt verfasst. BIMA ist ein Projekt zu berufsspezifischen Inhalten mit medienpädagogischen Angeboten des Palais e.V. in Kooperation mit der ArGe Stadt Trier und dem Europäischen Sozialfonds.
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21.2.2007 von Markus B.
Polizei Ausbildung
Interview am 21.02.07
mit Agnes Brinck, 20, Auszubildende im 1. Lehrjahr
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Polizist zu werden?
Normal braucht man Fachabi oder Abitur. Es geht aber auch nach abgeschlossener Berufsausbildung, wenn man seinen Meister hat.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und besteht aus einem Mix aus Studium und Praxis
Wie verläuft die Ausbildung (schulisch + praktisch)?
Das wechselt ab. Studienabschnitt, praktischer Teil usw.
Wir machen 4 Praktika. Das erste ist eher ein Schnupperpraktikum und dauert 6 Wochen. Dabei kann man eigentlich noch nichts machen, weil man noch keine Rechtsgrundlage hat. Das zweite Praktikum dauert vier Monate und man trägt dann schon Uniform. Das dritte macht man bei der Kripo und das vierte bei der Bereitschaftspolizei.
Wie gefällt Ihnen die Polizeiausbildung?
Mir gefällt es sehr gut. Habe mich natürlich vorher informiert und es ist eigentlich genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Wie gefährlich ist die Ausbildung denn eigentlich?
(lacht) Bisher sehr ungefährlich. Man fährt zwar z.B. mit raus, aber vor gefährlichen Einsätzen wird man noch „rausgeschmissen“. Soll heißen, man wird (noch) nicht mitgenommen.
Wo arbeiten Sie während der Ausbildung?
Für Fälle, die man bearbeitet, ist man im Polizeipräsidium. Ansonsten fährt mit Streife. Die Schulungen finden am Flughafen Hahnstatt, da ist die „Fachhochschule öffentliche Verwaltung“ mit dem Fachbereich Polizei.
Wie sieht die berufliche Perspektive nach der Ausbildung aus?
Nach der Ausbildung macht man erst mal 2 Jahre Bereitschaftspolizei. Da gibt es dann ein Rotationsprinzip und man macht abwechselnd Einsätze und andere Arbeiten.
Warum wollen Sie Polizist werden?
Weil ich es schon immer interessant gefunden habe. Man bekommt viel Abwechslung und hat viel mit Menschen zu tun.
Wie beeinträchtigt die Ausbildung Ihr Privatleben?
Momentan gar nicht. Man hat normale Wochenenden. Natürlich ist das für Leute, die von weiter her kommen, weniger praktisch, da man halt nicht immer nach Hause fahren kann.
Was denkt Ihre Familie/Freunde darüber, dass Sie Polizist werden?
Zum Teil pro, zum Teil kontra. Unterschiedlich – es ist alles dabei.
Welche Waffen dürfen Sie einsetzen?
Die Schusswaffe (9mm), einen Schlagstock und Pfefferspray. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Polizeiwagen, die mit Maschinenpistolenausgestattet sind. Die beste Waffe ist aber immer noch das Reden!
Mussten Sie schon einmal davon Gebrauch machen?
Nein, noch nicht. In der Ausbildung machen wir eine personelle Kompetenzschulung, die auch den Umgang mit der Waffe beinhaltet. Im späteren Verlauf erlernt man Einsatztechniken auf praktischer Basis. Dabei werden dann auch mehr Schießübungen gemacht.
Welche positiven Erfahrungen machen Sie bei der Polizei?
Bis jetzt ist halt noch nicht so viel passiert. Mit dem Streife fahren habe ich letzte Woche begonnen und ich würde sagen, dass es dabei bisher weder positive noch negative Sachen gab.
Müssen Sie als Polizist öfters den Standort wechseln?
Das wird nach Bedarf eingeteilt. Wenn man aber z.B. vom Dorf kommt, muss man natürlich eher in die Stadt. Ich bin aus Trier und auf Trier eingestellt. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich auch hier bleiben werde.
Wie viele Polizisten werden jedes Jahr ausgebildet?
In Trier ca. 20. Das ist aber auch schon viel, meistens sind es weniger.
Wie viel verdient man als Polizist?
Während der Ausbildung ca. 850,- € Netto, wobei da natürlich noch Krankenversicherung und Fahrtkosten abgehen.
Wie sind Ihre Arbeitszeiten?
Also eigentlich wie Schule, ca. von 7:00 bis 13:00 Uhr, wobei man danach noch recht viel lernen muss. vor allem die Rechtsfächer sind teilweise gewöhnungsbedürftig.
Wo herrscht die höchste Kriminalität?
Die meisten Einsätze gibt es in Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg.
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview wurde geführt von Achmed Boussi und Johannes Remus
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Dieser Artikel wurde von der BIMA-Medienwerkstatt verfasst. BIMA ist ein Projekt zu berufsspezifischen Inhalten mit medienpädagogischen Angeboten des Palais e.V. in Kooperation mit der ArGe Stadt Trier und dem Europäischen Sozialfonds.
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