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Die Ausbildung zur Polizistin mit Agnes Brinck

Polizei Ausbildung
Interview am 21.02.07
mit Agnes Brinck, 20, Auszubildende im 1. Lehrjahr

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Polizist zu werden?
Normal braucht man Fachabi oder Abitur. Es geht aber auch nach abgeschlossener Berufsausbildung, wenn man seinen Meister hat.

Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und besteht aus einem Mix aus Studium und Praxis

Wie verläuft die Ausbildung (schulisch + praktisch)?
Das wechselt ab. Studienabschnitt, praktischer Teil usw.
Wir machen 4 Praktika. Das erste ist eher ein Schnupperpraktikum und dauert 6 Wochen. Dabei kann man eigentlich noch nichts machen, weil man noch keine Rechtsgrundlage hat. Das zweite Praktikum dauert vier Monate und man trägt dann schon Uniform. Das dritte macht man bei der Kripo und das vierte bei der Bereitschaftspolizei.

Wie gefällt Ihnen die Polizeiausbildung?
Mir gefällt es sehr gut. Habe mich natürlich vorher informiert und es ist eigentlich genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Wie gefährlich ist die Ausbildung denn eigentlich?
(lacht) Bisher sehr ungefährlich. Man fährt zwar z.B. mit raus, aber vor gefährlichen Einsätzen wird man noch „rausgeschmissen“. Soll heißen, man wird (noch) nicht mitgenommen.

Wo arbeiten Sie während der Ausbildung?
Für Fälle, die man bearbeitet, ist man im Polizeipräsidium. Ansonsten fährt mit Streife. Die Schulungen finden am Flughafen Hahnstatt, da ist die „Fachhochschule öffentliche Verwaltung“ mit dem Fachbereich Polizei.

Wie sieht die berufliche Perspektive nach der Ausbildung aus?
Nach der Ausbildung macht man erst mal 2 Jahre Bereitschaftspolizei. Da gibt es dann ein Rotationsprinzip und man macht abwechselnd Einsätze und andere Arbeiten.

Warum wollen Sie Polizist werden?
Weil ich es schon immer interessant gefunden habe. Man bekommt viel Abwechslung und hat viel mit Menschen zu tun.

Wie beeinträchtigt die Ausbildung Ihr Privatleben?
Momentan gar nicht. Man hat normale Wochenenden. Natürlich ist das für Leute, die von weiter her kommen, weniger praktisch, da man halt nicht immer nach Hause fahren kann.

Was denkt Ihre Familie/Freunde darüber, dass Sie Polizist werden?
Zum Teil pro, zum Teil kontra. Unterschiedlich – es ist alles dabei.

Welche Waffen dürfen Sie einsetzen?
Die Schusswaffe (9mm), einen Schlagstock und Pfefferspray. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Polizeiwagen, die mit Maschinenpistolenausgestattet sind. Die beste Waffe ist aber immer noch das Reden!

Mussten Sie schon einmal davon Gebrauch machen?
Nein, noch nicht. In der Ausbildung machen wir eine personelle Kompetenzschulung, die auch den Umgang mit der Waffe beinhaltet. Im späteren Verlauf erlernt man Einsatztechniken auf praktischer Basis. Dabei werden dann auch mehr Schießübungen gemacht.

Welche positiven Erfahrungen machen Sie bei der Polizei?
Bis jetzt ist halt noch nicht so viel passiert. Mit dem Streife fahren habe ich letzte Woche begonnen und ich würde sagen, dass es dabei bisher weder positive noch negative Sachen gab.

Müssen Sie als Polizist öfters den Standort wechseln?
Das wird nach Bedarf eingeteilt. Wenn man aber z.B. vom Dorf kommt, muss man natürlich eher in die Stadt. Ich bin aus Trier und auf Trier eingestellt. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich auch hier bleiben werde.

Wie viele Polizisten werden jedes Jahr ausgebildet?
In Trier ca. 20. Das ist aber auch schon viel, meistens sind es weniger.

Wie viel verdient man als Polizist?
Während der Ausbildung ca. 850,- € Netto, wobei da natürlich noch Krankenversicherung und Fahrtkosten abgehen.

Wie sind Ihre Arbeitszeiten?
Also eigentlich wie Schule, ca. von 7:00 bis 13:00 Uhr, wobei man danach noch recht viel lernen muss. vor allem die Rechtsfächer sind teilweise gewöhnungsbedürftig.

Wo herrscht die höchste Kriminalität?
Die meisten Einsätze gibt es in Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg.

Vielen Dank für das Interview!
Das Interview wurde geführt von Achmed Boussi und Johannes Remus

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Dieser Artikel wurde von der BIMA-Medienwerkstatt verfasst. BIMA ist ein Projekt zu berufsspezifischen Inhalten mit medienpädagogischen Angeboten des Palais e.V. in Kooperation mit der ArGe Stadt Trier und dem Europäischen Sozialfonds.

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